MPU Kosten: Welche MPU Kosten fallen an?

Was kostet die Medizinisch-Psychologische Untersuchung?

Ist der Führerschein einmal weg, ist die Sperrzeit schon eine harte Strafe. Oft kommen dann aber auch Kosten auf den Sünder zu, die wehtun. Wer am Ende einer Sperrzeit den Führerschein nur mit der MPU – der medizinisch-psychologischen Untersuchung zurückerlangen kann, muss weitere Kosten einplanen. Denn der Eignungstest ist nicht gerade billig.

Der tiefe Griff in den Geldbeutel ist dabei weniger Schikane als vielmehr Lehrgeld.

Die Kosten hängen vom Vergehen ab
Wie viel Geld der Verkehrssünder bei der MPU zahlen muss, hängt von seinem Vergehen ab.

Die Kosten der medizinisch-psychologischen Untersuchung sind in der Anlage zu § 1 der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr geregelt – stehen somit fest und sind nicht willkürlich, wie mancher Bestrafter glaubt. In der Gebührenordnung liegt der Grundsatz für eine MPU wegen Alkohol- oder Drogenvergehen bei 338,00 Euro netto. Doch dazu kommen meist weitere Kosten für Gutachten und Screening. Die Kosten erhöhen sich ebenfalls, sind mehrere Vergehen miteinander verbunden.

Folgende Beispiele (inklusive Mehrwertsteuer) verdeutlichen die Kosten:

  • 402,22 EUR für die MPU aufgrund von Fahren unter Alkoholeinfluss
  • 347,48 EUR bei zu vielen Punkten in der Verkehrssünderkartei
  • 575,96 EUR bei Alkoholauffälligkeit und zu hohem Punktekonto
  • 554,54 EUR wegen Fahren unter Drogeneinfluss
  • 728,28 EUR wegen Fahren und Drogeneinfluss und Punktevergehen
  • 755,65 EUR wegen Fahren unter Drogen- und Alkoholeinfluss
  • 347,48 EUR aufgrund einer Straftat.

Zusätzlich können im Vorfeld der MPU Urintests und Haaranalysen anfallen, die ebenfalls den Griff in den Geldbeutel bedeuten.

Allgemein ist zu beachten: Diese Kosten fallen bei jeder medizinisch-psychologischen Untersuchung an. Wird der erste Versuch nicht bestanden, müssen sie beim zweiten Mal in voller Höhe erneut gezahlt werden. Rabatte gibt es hier nicht.